Der Streit um die Mohammed-Karikaturen richtet in Dänemark wirtschaftlichen Schaden an. Viele islamische Länder rufen zum Boykott dänischer Produkte auf. Dies führt zu unabsehbaren Folgen für die dänische Wirtschaft. Die dänische Molkerei Arla musste bereits mehr als 800 Arbeiter entlassen und die Produktionsstätten im Nahen Osten schliessen, wie der Tages-Anzeiger (TA) schreibt. Auch die internationale Schifffahrt muss mit Einbussen von mindestens 10 Milliarden Franken rechnen.
Die Charterbranche Dänemarks steht auch kurz vor dem Kollaps: Mehr als 20'000 Reisen in arabische Länder seien in den vergangenen Tagen abgebucht worden, so der TA. Es werden einige Monate vergehen, bis dänische Touristen wieder in islamische Länder reisen werden. Nestlé hat in den betroffenen Ländern Anzeigen geschaltet, um darauf hinzuweisen, dass Nestlé kein dänischer Konzern sei. Muslimische Aktivisten hatten zuvor zum Boykott des Nestlé-Milchpulvers aufgerufen.