Europa als ein «enorm schwieriger Markt»

Stadler Rail - Der Verwaltungsratspräsident der Stadler Rail gab am CEO-Lunch der Flughafenregion Zürich (FRZ) spannende Einblicke.

Peter Spuhler bezeichnete den Schritt nach Asien als «logischen Schritt»: Stadler Rail gründet zusammen mit dem indonesischen Bahnbauer PT Inka ein Gemeinschaftsunternehmen. Es sei bisher nicht gelungen, aus Europa oder Nordamerika heraus den asiatischen Markt erfolgreich zu erobern, sagte Spuhler am Mittwoch vor 80 Gästen im Hallenstadion Zürich. Gleichzeitig sei Europa laut Spuhler ein enorm schwieriger Markt, nicht nur wegen der vielen Krisen, sondern auch wegen der Position von Siemens und Alstom. Dies schreiben die Veranstalter in einer Mitteilung.

Spuhler, der von Matthias Ackeret, Verleger und Chefredaktor «persönlich»-Verlags AG, befragt wurde, lieferte mehrere Argumente, weshalb der Börsengang von Stadler im Frühjahr der richtige Schritt gewesen sei: Es gehe um die Kapitalmarktfähigkeit. Es könnten künftig Situationen entstehen, wo es wichtig sei, schnell eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Dazu sei ein börsenkotiertes Unternehmen ideal.

Ein Amt als Politiker strebt der ehemalige SVP-Nationalrat vor allem aus zeitlichen Gründen nicht mehr an. Er ist als Verwaltungsratspräsident sehr oft unterwegs. Sein Büro hat Spuhler in Frauenfeld – mit Absicht nicht in der Konzernzentrale in Bussnang. Er wird unterstützt von vier Stabs-Mitarbeitenden.

Peter Spuhler, Sohn eines Kochs, hat die Firma mit 18 Mitarbeitenden 1989 gekauft. Dazu hat er bei der Thurgauer Kantonalbank den ersten Kredit beantragt. Heute ist Peter Spuhler 2,3 Milliarden Franken reich. Stadler Rail wird derzeit an der Börse mit 4,5 Milliarden Franken bewertet. (pd/eh)