Europamarkt für Multimediakiosk-Systeme ist übervoll

Studie - "Radikale Neuorientierung erforderlich".

Der Europamarkt für Multimediakiosk-Systeme befindet sich gegenwärtig in einer prekären Situation. Obwohl die Verkäufe steigen, muss sich der Markt radikal ändern, um wiederaufleben zu können. Kiosksysteme müssen auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden anpassbar sein und Funktionen bereithalten, die mit handfesten geschäftlichen Vorteilen verbunden sind. Nur so schaffen sie das notwendige Vertrauen bei den Kunden, um die Verkaufszahlen auf diesem hart umkämpften Markt wieder nach oben zu schrauben. Dies sind die Ergebnisse einer am Dienstag vom Marktforscher Frost & Sullivan vorgestellten Studie.

Auch das Image der Branche leidet unter Billiganbietern. Sinkende Wachstumsraten, verzögerte Entscheidungen und fehlgeschlagene Pilotprojekte würden nach einer PR-Initiative seitens der Anbieter von Multimediakiosken "schreien", um das schädliche "PC-in-a-box"-Image abzuschütteln. Auf dem Markt herrsche die Branchenmeinung, dass die minimale Funktionalität der Kiosksysteme bisher die weitläufige Akzeptanz und die Verbreitung der Systeme verhinderte. Während die Grossen der Branche bereits durchwegs gut aufgestellt sind, gibt es immer noch zu viele kleine Anbieter, die mit ihren Produkten keinen Mehrwert generieren. "Der Europamarkt für Multimediakiosksysteme ist übervoll mit Anbietern, die am Fliessband Kiosklösungen der kleinstmöglichen Qualitätsstufe produzieren, nämlich als PC-in-a-box", so Analyst Andrew Tanner-Smith.