Fahrlässige Medienberichte über Euro 08-Sponsoren

FASPO - Offenen Brief an deutschen Presserat verfasst.

Der Fachverband für Sponsoring (FASPO) übt scharfe Kritik am Umgang der Medien mit Marktforschungsergebnissen im Zusammenhang mit dem Sponsoring sportlicher Grossveranstaltungen wie der EURO 08. In einem offenen Brief an den Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute (ADM) wirft er den Marktforschern vor, Untersuchungsergebnisse aus Erhebungen zu veröffentlichen und diese dann im Hinblick auf die Effektivität der Sponsoringmassnahmen zu interpretieren.

Medien würden diese Wertungen aufgreifen und dann auf den Sport- oder Wirtschaftsseiten über angebliche Fehlinvestitionen einzelner Unternehmen spekulieren. "Ein solches Vorgehen ist stark fahrlässig und nicht mit geltenden Qualitätsstandards vereinbar", so der Verband. Die Sponsorenerinnerung sei schliesslich keine ausreichende Kontrollgrösse, um über Erfolg oder Misserfolg einer Sponsoringinvestition urteilen zu können. Dies allein schon deshalb nicht, weil die Sponsoringziele der Unternehmen nicht bekannt seien.

Im Brief appeliert FASPO an die beiden Standesorganisationen, intern zu diskutieren, inwieweit die Praxis einer wissenschaftlichen Vorgehensweise und einer im Pressekodex geforderten sorgfältigen Recherche entspreche.