Fastfood-Kette baut Filialen um

McDonald's - McCafé kommt auch in der Schweiz

Die US-FastfoodketteMcDonald's hat Europa zu seinem wichtigsten Wachstumsmarkt erklärt. Sie will in diesem Jahr in Europa genauso viel investieren wie auf dem Heimatmarkt -- obwohl es hier nur halb so viele Restaurants gibt. "Zurzeit ist Europa die aufregendste Region für uns", sagte Ralph Alvarez, Präsident und Leiter des operativen Geschäfts von McDonald's, der Financial Times Deutschland vom Dienstag. Bis zu 800 Mio. Dollar seien 2007 für Investitionen in Europa vorgesehen.

Das Unternehmen wolle sich stärker lokalen Essgewohnheiten zuwenden. "Wir sind zwar eine amerikanische Marke. Aber wir müssen europäischer werden", gestand Alvarez ein. Vor allem in Europa hatte der Konzern noch vor wenigen Jahren mit schleppenden Absätzen zu kämpfen. Ihm machte das zunehmende Gesundheitsbewusstsein zu schaffen. Jüngste Zahlen ermutigten aber zu verstärkten Investitionen, hiess es in dem Bericht.

Die Wachstumsstrategie von McDonald's betrifft auch die Schweiz. Laut Sprecherin Nicole Schöwel setzt McDonald's in der Schweiz vermehrt auf qualitatives Wachstum anstatt auf quantitatives. Investiert werde vor allem in den Umbau bestehender Restaurants. Diese sollen vermehrt in sogenannte Infotainment-Orte mit WLAN-Hotspots und Internetstationen umgewandelt werden.

Für dieses Jahr sind 14 solche Umbauten geplant. Dies entspricht einem Investitionsvolumen von rund 8,4 Mio. Franken. Pro Jahr will McDonald's in der Schweiz 1 bis 2 Restaurant eröffnen. Weiter will McDonald's sein Kaffeeangebot "McCafé" nach Erfolgen in Frankreich, Deutschland und Österreich nun auch in der Schweiz umsetzen. Noch in diesem Jahr sollen zwei Testlokale in Vevey und Zürich eröffnet werden. Die geplanten McCafés werden in bereits bestehenden Lokalen als separate Theken eingerichtet.