Gelbe Karte für die Credit Suisse (CS): Die Grossbank ist vom Waadtländer Verwaltungsgericht gebüsst worden, weil sie ein Finanzinstrument mit einer Wette auf die WM-Resultate der Schweizer Nationalmannschaft verbunden hat.
Die CS wurde zu einer Busse von 10 000 Fr. verurteilt, wie CS-Sprecherin Dojee Kokasang einen Bericht der Westschweizer Tageszeitung Le Temps vom Samstag bestätigte. Die CS sei daran das Urteil zu prüfen und entscheide dann, ob sie dagegen rekurriere, sagte Kokasang.
Nach Ansicht des Gerichts beging die CS ein Foul, als sie im Hinblick auf die Fussball-WM ein Derivat auf den Markt brachte, das an die Kursentwicklung von Aktien von WM-Sponsoren gekoppelt ist. Zudem profitieren Investoren bei besserem Abschneiden der Schweizer Nationalmannschaft.
Laut "Le Temps" war die CS von den kantonalen Behörden gewarnt worden, das Finanzinstrument stelle eine verbotene Wette dar. Gegen diesen Befund hatte die CS vor dem Gericht rekurriert. Dieses hält nun aber in seinem Urteil von Anfang Woche fest, es handle sich um eine verbotene professionelle Wette.