Führungskräfte verlassen vertrautes Umfeld ungern

Studie - Neigung zu Selbstzufriedenheit.

Wie mobil und flexibel sind Führungskräfte in der heutigen globalisierten Wirtschaft? Wie gross ist die Bereitschaft, einen Auslandsposten anzutreten? Was reizt, was hindert Führungskräfte, diesen Schritt zu unternehmen?

Eine weltweite Studie untersuchte in 14 Ländern diese Fragen. Insgesamt nahmen über 2000 Führungskräfte an der Befragung teil, davon über 200 aus der Schweiz. Schweizer Führungskräfte neigen im Vergleich zu ihren internationalen Kollegen zu Selbstzufriedenheit. Rund zwei Drittel (68 Prozent) wären zwar an einem Auslandsjob interessiert. Im europäischen und weltweiten Durchschnitt sind es jedoch je rund 80 Prozent. Sogar die Amerikaner liegen mit 70 Prozent leicht vor den Eidgenossen.

Wieso haben Schweizer Manager diese Einstellung, obwohl sie sich laut Studie im europäischen Vergleich für einen Auslandaufenthalt bestens vorbereitet fühlen und einen solchen als Vorteil für ihre Karriere ansähen? Guido Schilling, Managing Partner der Guido Schilling AG, ein auf Executive Search auf der obersten Führungsebene spezialisiertes Unternehmen, der die Umfrage in der Schweiz durchführte, meint:

"Schweizer Führungskräfte sind gegenüber Karrieremöglichkeiten im Ausland eher reserviert, weil sie bereits in der Heimat in einem sehr multikulturellen Arbeitsumfeld wirken."

Schweizer Führungskräfte, die im Ausland waren, bedauern ihren Entscheid überhaupt nicht. Drei Viertel (75 Prozent) beurteilen den Auslandaufenthalt im Rückblick als "rundum positiv“, was markant über dem europäischen oder weltweiten Durchschnitt von je rund 60 Prozent liegt. Was aber hindert Schweizer Führungskräfte, ins Ausland zu gehen? Die am meisten genannten Gründe sind "die Familie“ und das "schlechtere“ Schulwesen. Zudem wird ein geringerer Lebensstandard befürchtet.

Attraktiv erscheint den Schweizer Managern ein Auslandsposten aus folgenden Gründen: die Erfahrung "per se“, das Leben in einer andern Kultur und bessere Karrierechancen nach der Rückkehr in die Schweiz. Guido Schilling dazu: "Internationale Erfahrung zu sammeln wird in Zukunft immer wichtiger werden. Das ist aber nicht umsonst zu haben. Die Nutzen überwiegen jedoch deutlich, was auch die befragten Schweizer Führungskräfte bestätigen, die im Ausland waren.“

Die vollständige Studie ist gratis verfügbar auf: