Der Zementhersteller Holcim hat am Dienstag bekanntgegeben, dass der 50-jährige Bernard Fontana ab 1. Februar 2012 die Führung des Konzerns übernehmen wird. Er ist französischer Staatsbürger und war bis anhin Chef des Edelstahlproduzenten Aperam. Fontana tritt damit in die Fussstapfen von Markus Akermann, der Ende Januar das Pensionsalter erreicht. Akermann wird dem Konzern aber noch bis 2013 als Verwaltungsratsmitglied erhalten bleiben, wie Holcim in seiner Medienmitteilung ausführte. Während der Wechsel an der Holcim-Führungsspitze aufgrund von Akermanns altersbedingtem Abgang an sich keine Überraschung darstellt, löste die Neubesetzung des Chefpostens durch Bernard Fontana in Analystenkreisen Erstaunen aus.
So stellt ein Experte der Bank Vontobel etwa fest, dass Akermanns Nachfolger nicht aus der Zementindustrie kommt. Ebenfalls ungewöhnlich sei, dass Holcim keinen Schweizer Nachfolger vorgestellt habe. Ein Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB) wiederum zeigt sich ob der Tatsache erstaunt, dass Holcim auf eine externe Nachfolgelösung setzt, seien doch bis dato im laufenden Verjüngungsprozess der Geschäftsleitung interne Nachfolger rekrutiert worden. Die Wahl von Fontana komme daher einer "Blutauffrischung von aussen" gleich. (sda)