Den Entscheid fällte das Exekutivkomitee des europäischen Fussballverbands an seiner Sitzung im griechischen Thessaloniki. Ausgetragen wird das Finalturnier der Uefa Futsal Champions League 2027 vom 7. bis 9. Mai 2027 in der Tissot Arena. Welche Teams teilnehmen, steht laut Mitteilung im Dezember 2026 nach Abschluss der Gruppenphase fest. In der Hauptrunde vertreten ist der amtierende Schweizer Meister Futsal Minerva – ob damit erstmals ein Schweizer Klub den Sprung ins Finalturnier schafft, entscheidet sich im Verlauf des Wettbewerbs.
Getragen wird die Bewerbung von Futsal Minerva und Newsroom Communication, einer im Sportumfeld tätigen Kommunikationsagentur aus Bern. Unterstützt worden sei sie von der Stadt Biel, der Standortförderung des Kantons Bern, von Made in Bern sowie vom Schweizerischen Fussballverband (SFV), heisst es in der Mitteilung. Man rechne mit einem Budget von rund einer Million Franken und mit rund 800 Logiernächten allein durch die Delegationen.
«Dieser Zuschlag ist ein Meilenstein für unseren Verein und für den Futsal in der Schweiz», lässt sich Minerva-Präsident Miro Prskalo in der Mitteilung zitieren; Biel verbinde als Austragungsort die Romandie und die Deutschschweiz. Agentur-CEO Brian Ruchti verweist auf die Wirkung der Heim-Europameisterschaft der Frauen von 2025 und sieht die Chance, Futsal einem breiteren Publikum näherzubringen.
Der Verband verfolgt seit einer 2024 lancierten Strategie das Ziel, die Zahl der lizenzierten Spielerinnen und Spieler zu erhöhen; seit diesem Jahr besteht zudem erstmals eine Frauen-Futsal-Nationalmannschaft. Aktuell zählt der SFV nach eigenen Angaben knapp 4000 aktive sowie über 10’000 jugendliche Lizenzierte. (pd/nil)