Geheimniskrämerei um die Preise

Lidl Schweiz - Erste Filialen werden am Donnerstag eröffnet.

Am kommenden Donnerstag eröffnet der deutsche Discounter Lidl die ersten 13 Filialen in der Schweiz. Seine Preise hält er aber noch unter Verschluss. Der Konkurrenzdruck im Schweizer Detailhandel dürfte durch Lidls Markteinstieg aber weiter steigen. Erwartungsgemäss wird Lidl nebst Eigenmarken und Frischprodukten auch zahlreiche Markenartikel in seinem Sortiment haben, wie ein Medienrundgang durch eine Lidl-Filiale in Winterthur am Montag zeigte.

In diesem Bereich ist der Preiskampf bereits stark im Gang. Anfang Jahr hat etwa der Grossverteiler Coop eine Preisoffensive bei Markenartikeln gestartet, auf welche die Konkurrentin Migros ihrerseits mit Preissenkungen reagiert hat. Im Spiel um die tiefsten Preise dürfte fortan auch Lidl mitmischen. "Wir sind ein Discounter, weshalb die Preise für uns eine wichtige Rolle spielen", sagte Lidl-Chef Andreas Pohl am Montag. An der Medienorientierung strich er hervor, das Sortiment in der Schweiz speziell auf die hiesige Kundschaft abgestimmt zu haben.

Vom Konkurrenten Aldi, der bereits einige Dutzend Läden in der Schweiz betreibt, unterscheide sich Lidl insbesondere durch die Breite des Sortiments. Eine Besonderheit sei zudem, dass in jeder Lidl-Filiale Brot frisch fertig gebacken werde. Mit den Vorbereitungen für den Markteintritt in die Schweiz beschäftigt sich Lidl seit 2004. Die meisten Filialen, die nun in den Kantonen Aargau, Luzern, St. Gallen, Solothurn, Thurgau, Zug und Zürich eröffnet werden, sind bereits seit Monaten fertig gestellt und betriebsbereit.

Gemäss Andreas Pohl versteht sich Lidl als Nahversorger. Das Filialnetz in der Schweiz soll daher in allen Regionen und Sprachteilen weiter ausgebaut werden. Bis Ende Jahr will Lidl bis zu 26 Filialen eröffnet haben. An jedem Standort entstehen so rund 20 Arbeitsplätze. Insgesamt arbeiten für Lidl in der Schweiz derzeit bereits 750 Personen. (sda)