George Clooney unter Druck

Nespresso - Satirischer Spot von Spinas CV scheint erfolgreich.

Nespressos wichtigster Werbeträger George Clooney wird seinen bald auslaufenden Vertrag mit Nestlé vielleicht nicht verlängern, wie taz.de Anfang Woche meldete. Durch einen Spot von Spinas CV und Solidar Suisse wurde er darauf aufmerksam, dass der für Nespresso verwendete Kaffee nicht aus fairem Handel stammt. Er wolle seinen Vertrag nur verlängern, wenn Nestlé ihm und Solidar Suisse nachweise, dass die Arbeiter auf den Plantagen des verwendeten Kaffees alle über 18 Jahre alt sind nicht ausgebeutet werden. Von Seiten des Nahrungsmittelkonzerns wurde diese Information nicht offiziell bestätigt.

Matthias Freuler, verantwortlich bei Spinas CV, sagte gegenüber persoenlich.com: "Es erstaunt mich eigentlich nicht, dass Nestlé die Meldung nicht bestätigt. Denn die haben natürlich kein Interesse, dass ein so heikles Thema an die Öffentlichkeit geht." Jedoch habe kurz nach der Lancierung des Spots ein erstes Treffen mit Nestlé stattgefunden und momentan sei man in Mailkontakt. Er könne sich auch vorstellen, dass Clooney auf eine Aktion von Solidar Suisse reagierte, die vor zwei Wochen stattfand. Dabei hatten die Initianten nach eigenen Angaben am Eingang seiner Villa in Laglio am Comer See eine Blache aufgehängt mit den Namen aller 40'728 Menschen, die ihm eine E-Mail geschickt haben (vgl Bilder unten).

Diesen Herbst forderte das international ausgerichtetes Arbeiterhilfswerk Solidar Suisse den Nahrungsmittelkonzern Nestlé mit einem satirischen Werbespot dazu auf, fair gehandelten Kaffee für Nespresso zu verwenden. Im Spot wird ein Clooney-Double von einer Nespresso-Tafel erschlagen (persoenlich.com berichtete). Laut Solidar Suisse werden die Arbeiter auf den Plantagen, von denen Nestlé den Kaffee bezieht, ausgebeutet und es arbeiten dort teilweise auch unter 14-Jährige.

Der Spot stiess auf riesige Resonanz auf Youtube und verschiedene Medien im In- und Ausland berichteten darüber (persoenlich.com berichtete). Gestern Abend konnte Spinas einen weiteren Erfolg verzeichnen, die Agentur erhielt einen Spezial-Edi für das Konzept des Spots (persoenlich.com berichtete). (sl)