Der Schaffhauser Regierungsrat lehnt die Schaffung eines neuen Spezialtatbestandes gegen "Ambush Marketing", auch "Trittbrettfahrer-Marketing" genannt, ab. Die Vorschläge seien unverhältnissmässig und inhaltlich misslungen. Die geltenden Bestimmungen im Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb böten ausreichend Schutz, schreibt der Regierungsrat in einem Communiqué vom Dienstag. Daher lehnt die Regierung in ihrer Vernehmlassung an das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement die Vorlage ab.
Hintergrund der Massnahme sind Wünsche des Europäischen Fussballverbandes (UEFA), der sich damit seine kommerziellen Interessen bei der Fussball-Europameisterschaft 2008 schützen lassen will. Dabei geht es um Werbestrategien, bei denen die Werbung die Bekanntheit des Anlasses ausnutzt, der Veranstalter diese aber nicht genehmigt hat. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein Zeppelin mit Werbung eines nicht offiziellen Partners über einem Fussballstadion kreist.