27.03.2011

Shakeria

Gewinnt Tom Lüthi als Werbeträger

Töfffahrer wechselt von Emmi zur Konkurrenz.

Der Berner Töfffahrer wirbt auf seinem Helm und seiner Flasche neu für den Milchshake Shakeria, wie die Zeitung "Der Sonntag" berichtet. Lüthi und Shakeria. Das ist kein Zufall. In der Vergangenheit prangte auf Lüthis Bike und Anzug das Logo von Emmis Caffè Latte, welcher vom damaligen Marketingchef Erich Kienle lanciert wurde. Doch Kienle verliess 2009 das Unternehmen und gründete eine eigene Firma namens Innoprax, die vergangenen Sommer einen neuen Drink auf den Markt brachte: Shakeria. "Ich verfolge Tom Lüthis Karriere schon lange und glaube an seinen Erfolg", sagt Kienle im "Sonntag". Der Milchshake ist auf gutem Weg, ein Blockbuster zu werden. "Der Umsatz hat sich rasant entwickelt. Wir rechnen damit, dieses Jahr 10 Millionen Flaschen zu verkaufen", sagt Kienle. Dies entspräche einem Umsatz von 14 Millionen Franken.

Den Milchshake gibt es bereits in zehn Ländern, unter anderem in Griechenland, Frankreich, Deutschland, Portugal. Zudem verschickte Kienle kürzlich zwei Container mit 60'000 Flaschen nach Dubai. "Wir sind daran, Shakeria 2011 auch in anderen Ländern der arabischen Halbinsel zu lancieren", sagt Kienle im "Sonntag". Zu den fünf bisherigen Sorten Latte Macchiato, Cappuccino, Swiss Chocolate, Bourbon Vanille und Erdbeer folgen nun noch zwei neue Geschmacksrichtungen: Banane und Coco Piña. Bei Emmi will man dem abtrünnigen Mitarbeiter das Feld aber nicht allein überlassen. Konzernchef Urs Riedener lanciert am 4. April einen eigenen Milchshake in vier Sorten. Den "Milk Shake" von Emmi gibt es für rund zwei Franken bei Coop, aber nicht in der Migros, die auf Shakeria setzt. Und was sagt Erich Kienle zur Konkurrenz seines ehemaligen Arbeitgebers? "Das stört mich nicht, denn üblicherweise behält der Pionier die Leaderposition - und Konkurrenz belebt den Markt."


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