Die Hälfte der Kantone hat ihren Internet-Auftritt im letzten Halbjahr markant oder leicht verbessert, die andere Hälfte der kantonalen Websites ist aber weiterhin schlecht. Glarus verkauft sich als "digitale Marke" im Internet am besten. Zu diesem Schluss gelangt das private Berner Institut für angewandte Argumentenforschung (IFAA). Im Auftrag von Kantonen untersuchte es zum siebten Mal die kantonalen Internet-Auftritte.
Analysiert wird unter anderem, wie stark das Angebot der Websites (etwa zu Dienstleistungen, Ämtern, politischen Organen, Bildung) und die Nachfrage im Internet (den via Suchmaschinen gesuchten Themen) übereinstimmen. Laut IFAA-Studienleiter Christoph Glauser haben die sieben Kantone Bern, Basel Stadt, Genf, Solothurn, Uri, Waadt und Luzern ihren Auftritt im Web markant verbessert. Eine leichte Verbesserung wurde bei Appenzell Innerrhoden, Neuenburg, St. Gallen, Tessin, Zürich und Zug festgestellt.
Die übrigen 13 Kantone dagegen sind seit der letzten Erhebung schlecht geblieben. Glauser rät vor allem Wallis, Schwyz, Thurgau und Graubünden, über ihre Internet-Strategie nachzudenken. Am besten in der digitalen Welt auffindbar -- dank guter Verlinkung und gut aufgebauten Webseiten -- ist die Website von Glarus. Es folgen jene von Luzern, Nidwalden, und Zürich. Punkto Bürgernähe schneiden Basel-Stadt, Jura, Nidwalden, Glarus und Zürich gut ab, Tessin dagegen sackte ab.