Das Onlineauktionshaus Ebay schränkt seine Werbeschaltungen auf Google in den USA ein. Wachsende Spannungen zwischen den beiden Internetriesen gipfelten gestern, Mittwoch, in einem öffentlichen Streit, weil Ebay sich von Google auf den Schlips getreten fühlte. Der Suchmaschinenbetreiber hatte eine Marketing-Party für seinen Bezahldienst "Google Checkout" auf den selben Tag terminiert, an dem Ebay seine jährliche Konferenz "Ebay Live" abhält, die mittlerweile zum grössten Kunden-Event für das Onlineauktionshaus geworden ist. Die Google-Party sollte insbesondere Ebay-Kunden anlocken, die bislang dessen Bezahlservice Paypal nutzen.
Die Suchmaschine reagierte einlenkend und verschob den Termin für die Checkout-Party. "Nachdem wir mit Vertretern von Ebay gesprochen haben, entschieden wir bei Google, dass es besser für uns wäre, die Party nicht während der Ebay-Live-Konferenz zu geben", heisst es von Google Produktmanager Tom Oliveri in einem Posting auf einer Google-Blogseite.