31.10.2006

UN-Konferenz

Google will sein Image retten

Konzern trotzt der Kritik an Vorgehensweise in China.

Diese Woche findet in Athen das erste Internet Governance Forum statt, auf dem über Meinungsfreiheit, Urheberrechtsschutz und Internetzugang für Afrika diskutiert werden soll. Auf dieser Konferenz der Vereinten Nationen wird auch Google vertreten sein, um sein angeschlagenes Image wieder aufzupolieren. In der kontroversiellen Diskussion über Googles Selbstzensur in China, wird der Konzern allerdings nicht von seiner bisherigen Linie abweichen, wie der Guardian berichtet.

Der Suchmaschinengigant will sich als ein Förderer von Änderungen präsentieren, der die Möglichkeiten hat, Internetunternehmer in Entwicklungsländern zu unterstützen und die Rechte der Konsumenten im Kampf gegen übertriebene Urheberrechtsgesetze zu vertreten. Ausserdem sieht sich Google als ein Schützer diverser Minderheitenkulturen und Sprachen.

Obwohl Google Kritik für seine Vorgehensweise in China ernten wird, besteht das Unternehmen auch auf der UN-Konferenz darauf, dass seine Präsenz in China mehr Gutes als Schlechtes bewirke, indem die Suchmaschine den Chinesen trotz Zensur den Zugang zu mehr Informationen verschaffe. "Google.cn ist zensiert, aber um zu entscheiden was zensiert wird, haben wir eine Technik erfunden, die grundsätzlich technisch und nicht redaktionell ist. Das führt dazu, dass wir das Minimum von dem blockieren, was der Internetprovider verlangt", erklärt Andrew McLaughlin, Chef der globalen Public Policy bei Google. Auch die Tatsache, dass Google Chinesen einstellt und ihnen damit die Möglichkeit gibt, an der freidenkerischen Google-Kultur teilzuhaben, sieht McLaughlin als einen Fortschritt für China.


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