Das gabs noch nie: Weil sich Coop mit den Herstellern LOréal, Mars und Ferrero nicht auf tiefere Preise einigen konnte, wirft der Grossverteiler 95 Produkte dieser Konzerne aus dem Sortiment. Umsatzvolumen: gut 30 Millionen Franken. Laut Jürg Peritz, Einkaufs- und Marketingchef, könnte Coop diese Massnahme noch auf weitere Topmarken ausweiten. Oben auf der schwarzen Liste stehen nach Informationen der "SonntagsZeitung" die Multis Beiersdorf und Danone. Auch die Migros will reagieren. Gemäss Insidern liegt der Grossverteiler neben LOréal und Ferrero vor allem mit Nivea-Herstellerin Beiersdorf im Clinch. Ein möglicher Entscheid, diese Produkte aus dem Sortiment zu nehmen, falle "frühestens nächste Woche", sagt Sprecher Urs Peter Naef. Für Beiersdorf-Schweiz-Chef Erhard Schöpfer sind die Forderungen des Handels "völlig unrealistisch". Derweil wollen Bundesräte per Notrecht die Folgen des starken Frankens bekämpfen. Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann will die Wettbewerbskommission stärken. Finanzministerin Widmer-Schlumpf plant Steuererleichterungen für Export und Tourismus.
Greifen durch
Coop und Migros - Werden teure Nivea-Produkte entfernt?