Der Gewinn der Migros-Gruppe ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr um über 20 Prozent auf 846 Millionen Franken gestiegen. Der Grossverteiler hat damit das beste Ergebnis seiner Geschichte erzielt. Grund für den deutlich gestiegenen Gewinn sei das sehr gute Finanzergebnis, teilte die Migros am Dienstag mit. Aber auch operativ konnte sich die Gruppe verbessern.
Der Umsatz sank zwar um 3,1 Prozent auf 24,95 Milliarden Franken - weil der Rohölpreis tiefer lag als im Vorjahr, das Reisegeschäft darbte und im Detailhandel der Preis vieler Produkte gesenkt wurden. Das Betriebsergebnis (EBIT) nahm dennoch um 3,6 Prozent auf 1,153 Milliarden Franken zu.
Die Kassen klingelten allerdings nicht überall gleich häufig: Während in den Lebensmittelläden und Supermärkten der zehn Migros-Genossenschaften grössere Mengen verkauft wurden, wegen den Preisnachlässen der Umsatz aber fiel, wurde in den Fachmärkten ein Umsatzwachstum erzielt. Besonders hoch fiel das Wachstum mit 6,6 Prozent in den Obi-Baumärkten und mit 4,6 Prozent in den Sportfachmärkten SportXX aus. Trotz hohen Preisdrucks erzielten auch die Elektronik-Fachmärkte Melectronics ein Umsatzplus von 1,6 Prozent.
Erneut eine Umsatzeinbusse vermeldet die Migros dagegen aus den Möbelläden von Micasa (-4,6 Prozent) und den Do-it+Garden-Hobbyzentren (-1,3 Prozent). Unterschiedlich entwickelten sich auch die Migros-Töchter: Wie bereits bekannt, konnte der Discounter Denner seinen Umsatz vergangenes Jahr um 2,5 Prozent steigern. Der Internet-Laden Leshop.ch legte um 18 Prozent zu. Die Warenhauskette Globus dagegen musste einen Absatzrückgang von 1,0 Prozent hinnehmen, beim Möbelhändler Interio gab es ein Minus von 6,8 Prozent.
Nach eigenen Angaben erzielte die Migros einen Marktanteil von 20,4 Prozent - nur leicht weniger als im Vorjahr. Gehalten werden konnte demnach auch der Marktanteil bei den Lebensmitteln, der sich auf 28,1 Prozent belief. (sda)