Der Luzerner Grosse Rat mag es nicht, wenn im Bus die Scheiben mit Werbung verklebt sind. Er hat am Dienstag ein Postulat für eine Beschränkung der Werbung in und an öffentlichen Verkehrsmitteln mit 51 zu 45 Stimmen überwiesen.
Adrian Borgula (Grüne) begründete seinen Vorstoss damit, dass es nicht nur eine Werbe-, sondern auch eine Sichtfreiheit gebe. Verklebte Scheiben verminderten die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel und störten die Orientierung der Passagiere.
Margrit Steinhauser (SP) berichtete, sie sei schon in Bussen gefahren, in denen sie sich wegen den verklebten Scheiben wie in einer Schuhschachtel vorgekommen sei. Pia Maria Brugger (CVP) wünschte sich eine massvolle und keine marktschreierische Werbung. Der ÖV trage schliesslich auch zum Gesamtbild des öffentlichen Raumes bei.
FDP und SVP lehnten das Postulat mit Hinweis auf die Werbefreiheit ab. Beat Stöckli (FDP) sagte, die Werbung sei ein fester Bestandteil der Einnahmen. Pius Müller (SVP) erklärte, irgendwie müsse die Förderung des öffentlichen Verkehrs bezahlt werden. Im Übrigen seien die Busse in der Stadt ja keine Ausflugsbusse. (sda)