"Grosses Potential" in ausgabefreudigen Schweizer Touristen

Österreich Tourismus - Will den Helvetiern Kultur und Wein schmackhaft machen.

Schweizerinnen und Schweizer verbringen ihre Ferien immer öfter in Österreich. 2012 stieg die Zahl ihrer Übernachtungen in österreichischen Hotels um 7 Prozent auf 4,6 Millionen, im ersten Halbjahr 2013 waren es im Vergleich zum Vorjahr noch 0,7 Prozent mehr.

Schon jetzt ist die Schweiz laut Mitteilung der nationalen Tourismusagentur Österreich Werbung (ÖW) vom Mittwoch der drittwichtigste ausländische Herkunftsmarkt - allerdings mit deutlichem Abstand zu Deutschland und den Niederlanden. Die deutschen Touristen sorgten im Jahr 2012 für 49,6 Millionen Übernachtungen in Österreich (plus 4,7 Prozent).

Winter wird wichtiger
Mehr als die Hälfte der Schweizer Gäste reist im Sommer ins östliche Nachbarland - in der ersten Sommerhälfte (Mai bis Juli) ging hier die Zahl der Logiernächte allerdings gegenüber der Vorjahresperiode um 1,4 Prozent zurück. Der Winter gewann in den vergangenen Jahren derweil zusehends an Bedeutung. In der letzten Wintersaison etwa seien 2,1 Millionen Übernachtungen von Schweizern gezählt worden.

Kultur und Wein sollen anziehen
Bisher konzentrierten sich die Schweizer auf Feriendestinationen in Tirol (56 Prozent der Logiernächte), Vorarlberg (20,2 Prozent), Wien (8,4 Prozent), Salzburg (6 Prozent) und Kärnten (3,3 Prozent). Die ÖW will den Schweizern nun eigenen Angaben zufolge die nicht so häufig besuchten Bundesländer mit Themen wie besonderen Kulturgütern oder Wein "schmackhaft machen", beispielsweise im Burgenland.

Vorzugsweise Vier- und Fünf-Sterne-Hotels
Die Touristen aus der Schweiz liegen mit ihren vergleichsweise hohen Tagesausgaben von 135 Euro im Sommer und 155 Euro im Winter laut ÖW "im Spitzenfeld der ausgabefreudigen Gäste". Sie nächtigen überwiegend (zu 60 Prozent) in Vier- und Fünf-Sterne-Hotels. "Die Schweiz ist und bleibt einer der wichtigsten Herkunftsmärkte für den heimischen Tourismus", betonte ÖW-Chefin Petra Stolba am Mittwoch. Auch für die Zukunft ortet sie hier "noch grosses Potenzial". (sda/apa)