Gut ein Drittel mehr Reingewinn dank Veräusserung

PubliGroupe - Kinowerbegeschäft bricht ein.

Die auf Werbevermittlung für Medien spezialisierte Lausanner PubliGroupe hat den Reingewinn 2007 um 35,6 Prozent auf 73,1 Mio. Fr. gesteigert. Die Expansion ins Ausland und bei interaktiven Medien belastete aber den Gewinn. Denn der Gewinnanstieg wurde stark durch den Verkauf der Beteiligung an der amerikanischen 24/7 Real Media beeinflusst, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Ohne einmalige Sondereffekte und vor den Veränderungen des Konsolidierungskreises verdiente die PubliGroupe netto 32,6 Mio. Fr. nach 47,1 Mio. Fr. im Vorjahr.

Der Umsatz wuchs um 3,6 Prozent auf 2,16 Mrd. Franken. Alle Bereiche trugen zum Wachstum bei, das im internationalen Geschäft mit einem Plus von 12,7 Prozent besonders dynamisch verlief, wie es hiess. Das Anzeigengeschäft in der Schweiz (PubliPresse) legte vor allem dank den Stellenanzeigen um 1,1 Prozent auf 1,512 Mrd. Fr. zu. Die prozentual stärksten Wachstumsraten verzeichnete die PubliGroupe jedoch mit ihren Aktivitäten in den digitalen und interaktiven Medien.

Die Transformation der PubliGroupe in einen international tätigen und stärker auf die digitalen respektive interaktiven Medien ausgerichteten Multimedia-Konzern belastete die Gruppe im vergangenen Jahr mit Kosten von rund 10 Mio. Franken. 5,8 Mio. Fr. warf der Konzern für die Anpassung der Organisation auf, der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) stieg zudem um 40 Prozent auf 3,6 Mio. Franken. Der operative Gewinn (EBIT) stieg deshalb nur um 0,4 Prozent auf 68,9 Mio. Franken.

Zudem verzeichnete das Kinowerbegeschäft von cinecom im 4. Quartal einen Umsatzeinbruch. Die im Verlaufe des Jahres getätigten acht Firmenübernahmen hatten erst einen geringen Einfluss, werden laut Mitteilung jedoch 2008 einen substanziellen Ergebnisbeitrag leisten. Für das laufende Jahr rechnet die PubliGroupe denn auch mit einem zweistelligen Umsatz- und Ertragswachstum ohne allfällige weitere Akquisitionen. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer von 12 auf 13 Fr. erhöhten Dividende pro Aktie vor.