Hans-Peter Rohner, Verwaltungsratspräsident der Publigroupe, dementiert in der aktuellen "Weltwoche" die Behauptung von Medienkolumnist Kurt W. Zimmermann, wonach er als SRG-Generaldirektor den Werbevermittler Publicitas mit der SRG-Werbetochter Publisuisse fusioneren wollte. Eine solche Absicht hatte Zimmermann vergangene Woche in seinem "Weltwoche"-Artikel über Roger de Weck beschrieben (persoenlich.com berichtete).
Im Text ging es unter anderem um Folgendes: Rohner galt 2010 als aussichtsreichster Kandidat für den höchsten SRG-Job, wurde aber im letzten Moment vom Publizisten Roger de Weck ausgebremst, der das Amt seither ausübt. Die Rolle als "trojanisches Pferd", so Rohner im Köppel-Blatt, sei "frei erfunden". So habe der Publigroupe-Verwaltungsrat im Vorfeld der Wahl auch "nie die absurde Meinung" geäussert, diese beiden Unternehmen zu fusionieren. Ein solcher Zusammenschluss wäre allein schon aus wettbewerbsrechtlichen Gründen undurchführbar gewesen, folgert Rohner, obwohl das Verhältnis zwischen den beiden Unternehmen jahrzehntelang spannungsgeladen gewesen sei.
In seinem Artikel lobt Rohner seinen einstigen Rivalen de Weck für "seinen ausgezeichneten Job" als SRG-Generaldirektor. Im Weiteren lässt er durchblicken, dass er dieses Amt 2010 eigentlich gar nie anstrebte. Die Publigroupe, die Rohner immer noch präsidiert, wurde in den letzten Wochen an die Swisscom verkauft. (ma)