Der Verdacht, dass es sich beim angeblich verlorenen iPhone G4 eher um einen Marktingaktion in Form einer Art Schnitzeljagd für Technikfreaks handelt als um einen echten Verlust, verdichtet sich. Die Geschichte zieht immer weitere Kreise und ständig treten neue Details zu Tage, doch hieb- und stichfeste Quellen oder überprüfbare Fakten fehlen. Es macht den Eindruck, dass bewusst gelegte Spuren die Gerüchteküche neu anheizen und die Story warm halten sollen. Neuesten Gerüchten zu folge, die nun das amerikanische Portal Cnet gestützt auf nicht näher genannte Polizeikreise verbreitet, soll nun eine Sonderabteilung Computerkriminalität der Staatsanwaltschaft Santa Clara in Kalifornien den Fall auf mögliche Gesetzesverletzungen hin untersuchen - angeblich auf Ersuchen von Apple.
Der Grund: Der in einer Bar aufgefunde iPhone-Prototyp soll für 5000 US-Dollar an das Tech-Blog Gizmodo verkauft worden sein, das darauf hin vor zwei Wochen die ersten Fotos des neuen Gagdets verbreitete. Apple mache sich nun Sorgen wegen möglicher Nachahmer, heisst es. Unklar ist aber, gegen wen ermittelt wird - gegen Gizmodo oder gegen jene Person, die das iPhone in einer Bar gefunden haben will - oder gegen beide. Interessanterweise behauptet Gizmodo unterdessen, das iPhone bereits an Apple ausgehändigt zu haben, was von Apple bislang aber nicht bestätigt wurde. Weshalb auch, das würde doch die wahrscheinlich inszenierte Spurenjagd vorzeitig beenden... Fortsetzung folgt ziemlich sicher.
(Text: Markus Knöpfli)