Helvetic gibt Preise wieder an

Kuoni - "Tagesbestpreis" als Eigengoal.

Vor rund einem Jahr publizierte Kuoni Schweiz zum ersten Mal einen Katalog von Helvetic Tours ohne integrierte Preise und warb mit dem Begriff "Tagesbestpreis". Damit wollte sich das Unternehmen als Pionier etablieren. Die Aktion sorgte in der Branche aber vielerorts für Kopfschütteln, wie der "Sonntag" berichtet. Deshalb nun die Kehrtwende: Im neuen Badeferienkatalog für den Winter 2010/11 gibt es neben jedem Hotel wieder eine Preistabelle. Das flexible Preissystem wird laut dem Touristikfachmagazin "Travel Inside" aber beibehalten, gewisse Preisschwankungen seien also möglich. "Bei den unabhängigen Reisebüros kam die Änderung nicht gut an", bestätigt Kuoni-Sprecher Peter Brun im "Sonntag", "die Kataloge ohne Preistabelle kamen zu früh. Deshalb gehen wir nun einen Schritt zurück." Weiter räumt Kuoni ein, mit dem Begriff "Tagesbestpreis" womöglich ein Eigengoal geschossen zu haben, da viele Leute Angst hatten, dass die Preise täglich oder gar stündlich wechseln würden, obwohl dies nicht der Fall sei. In Skandinavien funktioniert gemäss Brun dieses System seit längerem. Auch in den eigenen Reisebüros in der Schweiz gab es keine Probleme. In vielen Schweizer Reisebüros fehle aber die Akzeptanz dafür. Ganz gibt Kuoni das Konzept jedoch noch nicht auf: "Vielleicht ist dieses System in einigen Jahren wieder ein Thema", sagt Brun weiter.