Der US-Softwaregigant Microsoft ist auch nach monatelangem vergeblichen Werben noch an einer Übernahme des Internetportals Yahoo interessiert. Er würde "lieber früher als später" handelseinig werden, sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer in einem Interview in der Online-Ausgabe des "Wall Street Journal".
Er sei immer schon der Ansicht gewesen, dass ein Zusammengehen für beide Unternehmen sehr sinnvoll sei. Ballmer verneinte die Frage, ob es derzeit konkrete Verhandlungen gebe. "Aber ich würde es Ihnen auch nicht sagen, wenn es so wäre."
Microsoft will durch das Zusammengehen mit der Yahoo dem Marktführer bei den Internet-Suchmaschinen, Google, Paroli bieten. Yahoo-Gründer Jerry Yang hatte aber Anfang des Jahres ein lukratives Übernahme-Angebot Microsofts in Höhe von 47,5 Milliarden Dollar abgelehnt. Nach heftiger Kritik der Aktionäre trat Yang schliesslich im November von seinem Chefposten zurück. Es gilt als unwahrscheinlich, dass ein Deal mit Microsoft vor der Ernennung seines Nachfolgers über die Bühne gehen dürfte. (sda)