In der Schweiz fünfmal mehr Umsatz erwartet

Black Friday - Schnäppchenjäger nutzen den Shopping-Event, um Weihnachtsgeschenke günstig zu ergattern.

Der in den USA etablierte Shopping-Event Black Friday findet in der Schweiz immer mehr Anhänger. Schnäppchenjäger nutzen den Anlass, um erste Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Der Black Friday, übersetzt «Schwarzer Freitag», fällt auf das stets am letzten November-Donnerstag stattfindende Erntedankfest. In den USA gilt es als traditionelles verlängertes Familienwochenende – und als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft.

Viele Geschäfte öffnen früher und locken Käuferinnen und Käufer mit Sonderangeboten. Der Black Friday entwickelte sich für den Detailhandel zum umsatzstärksten Tag des Jahres und gilt als Hinweis, wie lukrativ sich das Geschäft bis Weihnachten entwickelt.

Auch Schweizer Handel setzt auf US-Trend

Um das Momentum zu nutzen, haben die Detailhändler den Event erweitert und locken die Kundinnen und Kunden oft bereits an Thanksgiving mit billigen Offerten in ihre Läden. Auf den Black Friday folgt zudem der Cyber Monday, wo der Verkauf im Internet forciert wird.

Der Schnäppchentag findet an diesem Freitag statt, und nicht nur in den USA. Der Detailhandel in mehr als 50 Ländern macht mittlerweile mit. Nach Frankreich, Deutschland, Brasilien und Österreich schwappte die Kommerz-Tradition zuletzt auch auf Spanien, Italien und die Schweiz über.

2014 startete hierzulande Manor mit dem Black Friday. Weitere Händler stiessen dazu. Im letzten Jahr kam es dann zum «Durchbruch», die Online-Portale von Manor, Interdiscount, Microspot brachen unter den hohen Besucherzahlen zeitweise zusammen (persoenlich.com berichtete).

Shoppen bis die Webseite crasht

Auf den Schweizer Seiten blackfridaydeals.chcuponation.ch oder swiss.blackfriday laufen die Countdowns. Das 2015 gegründete Genfer Start-up swiss.blackfriday listet die Sonderangebote mehrerer Anbieter auf und leitet die Online-Käufer auf deren Seiten.

swiss.blackfriday erwartet, dass Schweizerinnen und Schweizer am Freitag 80 Millionen Franken bei den über 200 Online-Händlern ausgeben werden. Dies entspreche dem Fünffachen des durchschnittlichen Umsatzes, erläutert Mitgründer Jérôme Amoudruz in einem Communiqué.

Gemäss einer Befragung, die das Start-up Anfang November bei knapp 450 Nutzern durchgeführt hatte, zählen High-Tech- und Elektronikgeräte, Kleider und Schuhe sowie Schönheitsprodukte zu den am häufigsten gesuchten Artikeln. (sda/cbe)