Internet verdrängt traditionellen Laden nicht

Studie - Die Zukunft des Einzelhandels ist trotzdem digital.

Das Internet wird den traditionellen Läden so schnell nicht den Rang ablaufen. Beide Vertriebskanäle bleiben bestehen und ergänzen einander. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die Visa Europa in Auftrag gegeben hat. Für den Zeitraum 2012 bis 2015 rechnen die Verantwortlichen der Erhebung mit einem Anstieg der Internet-Transaktionen auf knapp 20 Prozent der Umsätze, wobei Webseiten zunehmend dem Einkauf, nicht nur der Information dienen werden.

Zugleich geht die Studie von einer Verbreitung der digitalen Technik auch im Einzelhandel aus. In der Folge wird es zu einer Zunahme des automatischen Self-Scanning, zur Verfolgung lagernder Produkte mittels RFID (Radio-Frequency IDentification) und zu zielgenauen Werbeaktionen kommen, die sich direkt beim Einkauf an den Konsumenten wenden. Prognostiziert wird überdies ein Angebot von PC- bzw. Webzugängen mit Produktinformationen und Kundenrezensionen in den Läden.

Laut dem Bericht erscheint das Schicksal der Einkaufsstrassen für die Zeit zwischen 2012 - 2015 ungewiss, denn bis etwa 2012 erwartet über ein Viertel der Handelsketten einen Rückgang ihrer Filialen. Auch die Ladenformate dürften einem Wandel unteliegen: 70 Prozent der Einzelhandelsketten rechnen mit der Einführung neuer Formate und einem verstärkten Informationsangebot. Kunden werden über die Firmenwebsite bestellen und das Bestellte im Laden abholen können.

Kleinere Geschäfte dagegen werden sich vermehrt auf Dienstleistungen und Informationen konzentrieren, um so eine umfangreiche Lagerhaltung zu vemeiden werden. Fast die Hälfte der Ketten bereitet sich auf den Einsatz von Technologien vor, mit denen sich Verkaufsförderung über E-Mails betreiben lässt.