iPhone schon bald in China

Apple - Weltweit grösster Mobilfunkmarkt ist hart umkämpft.

Der US-amerikanische Elektronikhersteller Apple kommt bei der geplanten Markteinführung des iPhones in China schneller voran als gedacht. So wird bereits für Anfang Oktober mit dem Vertrieb für das Handy auf dem grössten Mobilfunkmarkt der Welt gerechnet. Während Mobilfunk-Branchenprimus China Mobile die exklusive Vertriebslizenz für Googles G1 anstrebt, sollen die Verhandlungen mit dem zweitgrössten Mobilfunk-Carrier China Unicom so gut wie abgeschlossen sein. Der chinesische Markt ist äusserst attraktiv für die Amerikaner. 687 Millionen Kunden stehen dort lediglich 270 Millionen mobilen US-Teilnehmern gegenüber. Apple könnte in China bis Ende 2011 rund 2,9 Millionen iPhones verkaufen, meinen Branchenkenner.

Bislang wurde das iPhone rund zwei Jahre nach seiner Markteinführung in den USA mehr als 26 Mio. mal in über 80 Ländern verkauft - der Großteil entfällt auf die Vereinigten Staaten. In den vergangenen drei Monaten entfielen IDC nach nur sieben Prozent aller iPhone-Verkäufe auf den Asien-Pazifik-Raum. In den USA waren es dagegen 49 und in Europa 25 Prozent. Der Rest der Anteile bezieht sich auf Märkte wie Japan, Lateinamerika, Kanada und den Nahen Osten. Apple will das China-Modell speziell auf die Bedürfnisse der Kunden abstimmen. So hat ein iPhone-Prototyp erst kürzlich eine der Lizenzen erhalten, welche die Regierung für Handys verlangt, teilte Chinas Ministerium für Industrie und Informationstechnologie mit.

Der Fachleuten zufolge am schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt bleibt für Apple trotz aller technischen Ausgereiftheit des iPhones ein extrem umkämpfter Markt. Schliesslich hat China Mobile die Entwicklung eines Smartphones gemeinsam mit dem taiwanesischen Handyriesen HTC bekannt gegeben. Obwohl das Papier von China Unicom wegen der Exklusivrechte mit Apple zuletzt stärker als das von China Mobile gestiegen ist, bleibt der Kampf um Neukunden hart. (pte)