Die auf Jugend- und Studentenmarketing spezialisierte Agentur jim & jim, welche den trendBOOST gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur initiiert und veranstaltet hat, ist mit der Erstausgabe mehr als zufrieden, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung schreibt. Über 300 Marketinginteressierte aus den unterschiedlichsten Branchen kamen am 21. Februar in den ausverkauften Güterbahnhof Zürich. Sie alle wollten ihr Wissen rund um Jugendmarketing und Jugendkultur aufbessern.
Der Belgier Kris Hoet, der bei der bekannten Werbeagentur Duval Guillaume Modem für virale Kampagnen zuständig ist, forderte in seinem Referat dazu auf, als Brand mutig zu sein. Es gehe darum, zu provozieren, zu unterhalten und zu überraschen. Hoet zeigte anhand seiner millionenfach geklickten Viralspots für Coke Zero, Carlsberg und TNT, wie man Gespräche provoziert: "It‘s not just about storytelling. It‘s about giving people a story to tell".
Auch Bernhard Heinzlmaier, Mitbegründer des Instituts für Jugendkulturforschung und Geschäftsführer der Trendagentur tfactory in Hamburg und Wien vermochte das Publikum von der ersten Sekunde an in seinen Bann zu ziehen: "In einer präfigurativen Kultur, wie wir sie jetzt erleben, lernen die Alten von den Jungen.“ Junge Menschen wollen junge Ästhetik, und die Älteren bemühen sich immer stärker, diese ebenfalls zu verwenden, um nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Es gebe heute keine Alten mehr, sondern nur noch junge Menschen verschiedenen Alters, so Heinzlmaier.
Jochen König, ehemaliger Projektmanager von schülerVZ, fragte in seinem Referat "Ich adde deine Mutter – Von den schülerVZ-Anfängen bis zum Bambi für Cro" wie Jugendmarketing noch funktionieren solle, wenn auch deine Mutter bei Facebook ist und die Zielgruppen immer mehr verwässern? König gab die Antwort gleich selbst und umschrieb sie mit den magischen drei Worten: Personalisierung, Professionalisierung und Emotionalisierung.
Alexander Mazzara, CEO des Social-TV-Senders joiz, erklärte, warum man einen Dialog führen müsse und wie transmediales Storytelling funktioniere. Christian Ritter von der Zürcher Hochschule der Künste referierte zum Thema "Marken als Codes und Transmitter in Jugendkultur und Web 2.0" und Yann Gurtner, Sponsoring & Events Manager bei Orange Schweiz gab Einblicke in die Markenpositionierung an Jugendevents am Beispiel des Orange-Sponsorings des "Energy Stars for free".
Jugendliche trafen auf Wirtschaftsvertreter
Neben dem trendBOOST, der sich in erster Linie an Marketingleute richtete, fanden am selben Tag zwei weitere Teilveranstaltungen statt, die gezielt Brandverantwortliche sowie Jugendliche und Studierende ansprechen sollten. Am brandBOOST liessen vier Unternehmen ihre Produkte, Kampagnen, Claims oder Kommunikationsmassnahmen live durch junge Opinion Leader analysieren.
Bei der Abendveranstaltung, dem talentBOOST, kamen die Jungen zum Zug. Zwölf durch ein Voting auf talentBOOST.ch vorselektionierte Jugendliche und Studierende präsentierten den Wirtschaftsvertretern ihr persönliches Talent in den vier Kategorien Multimedia & IT, Kunst & Gestaltung, Wissenschaft & Technik sowie Unterhaltung. Die insgesamt 550 Zuschauer kürten pro Kategorie einen Gewinner, die dank der Vergabe von begehrten Praktikumsstellen und finanziellen Zustupfen einen echten "Karriereboost" erfahren werden. Am talentBOOST wurden vielversprechende Jungtalente entdeckt.
Für die grosszügigen Sponsoren wiederum war der talentBOOST eine Plattform, um sich der Jugend zu präsentieren. BOOST wurde durch Nissan als Innovationspartner sowie durch zahlreiche Medienpartner und unterstützende Partner ermöglicht und wird künftig einmal im Jahr statt finden. Ziel ist es, ein nationales Netzwerk aufzubauen, welches junge Leute, Studierende und die Wirtschaft zusammenführt. (pd)
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