Verwaltungsräte in Schweizer Unternehmen müssen sich von Spitzensalären verabschieden: Das durchschnittliche Jahreshonorar betrug letztes Jahr mit 59'000 Fr. 10 Prozent weniger als 2001, wie eine Umfrage der HandelsZeitung zeigt. Damit pendelten sich die Honorare nach einem Spitzenwert von 82'000 Fr. für das Börsenboomjahr 2000 wieder bei den Werten aus den 90er-Jahren ein, wie die Wirtschaftzeitung am Dienstag zu einem Vorabdruck schreibt. Befragt wurden 450 Grossfirmen und börsenkotierte Unternehmen, davon haben 310 geantwortet. Der Trend zur Abkehr von Entschädigungsmodellen mit Aktien und Aktienoptionen hin zu mehr Barvergütungen habe sich weiter verstärkt, heisst es.
Drastische Kürzungen bei ABB
Am besten kommen die Verwaltungsräte (VR) von Nestlé weg, welche durchschnittlich 553'000 Fr. kassierten. Dahinter folgen die UBS mit 525'000 Fr. und Lonza mit 400'000 Fr. Geradezu drastisch gekürzt wurden die Honorare der nicht operativ tätigen VR-Mitglieder bei ABB und zwar von 400'000 auf 279'000 Franken, wie die Umfrage weiter ergab. Grund sei der Rückgang der erfolgsabhängigen VR-Honorare. Aufwärts bewegten sich hingegen die VR-Saläre bei Julius Bär mit neu 215'000 (2002: 115'000) Fr. sowie Kuoni (von 116'000 auf 177'600 Fr.) und Givaudan (von 140'000 auf 153'000 Franken).
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