24.10.2011

Bergbahnen

Jede dritte Seilbahn erhöht die Preise

Skiorte erwartet eine schwierige Saison.

In vielen Skiregionen werden die Tageskarten in der kommenden Wintersaison wieder teurer. Die Bergbahnen sehen keinen Spielraum für Preissenkungen und rechtfertigen die Tarife mit Investitionen und steigenden Kosten, dies schreibt "Der Sonntag" seiner aktuellsten Ausgabe. Durch den steigenden Preisdruck durch die Währungskrise fallen die Preiserhöhungen vielerorts jedoch marginal aus. Zur Veranschaulichung ein Beispiel: In Melchsee-Frutt kostet die Tageskarten für Erwachsene neu 50 Franken (plus 2), für die Kinder 19 (plus 1). Trotz Tariferhöhungen reagieren die Bergbahnen mit Spezialangeboten oder tagesaktuellen Preisen auf die Euro-Krise. Roman Weissen von Seilbahnen Schweiz sagt gegenüber dem "Sonntag": "Die Tariferhöhungen fallen bescheiden aus, obschon sich die Bahnunternehmen auf praktisch allen Ebenen mit zunehmenden Kosten konfrontiert sehen." Damit meint er die Optimierung der Qualitätsstandards bei den Installationen, der Infrastruktur, den Energie- und Personalkosten, der Pistenpräparation und den permanenten Unterhaltsinvestitionen. Einzige Ausnahme ist das österreichisch-schweizerische Skigebiet Samnaun/Ischgl. Dort wurden die Preise massiv gesenkt – bis zu 20 Franken für eine Tageskarte. "Die Währungskrise trifft uns besonders hart", sagt Marcus Esser von Engadin-Tourismus. In vielen Skiorten erwartet man eine schwierige Saison. Das Forschungszentrum BAK Basel prognostiziert wiederum einen leichten Einbruch. Jedoch trifft es die Bergbahnen weniger als die Hotellerie. Grund ist der starke Franken und die sich abzeichnende konjunkturelle Abschwächung. (Sonntag)


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