Käufersegment mit enormem Absatzpotenzial

BabyBoomer - Herausforderung für Marketingstrategen.

Die BabyBoomer werden von den Marketingstrategen und Werbeagenturen fälschlicherweise meist lediglich als Teil des Seniorenmarktes behandelt. Diese Fehleinschätzung verhindert bis anhin eine gezielte Erschliessung der nach dem 2. Weltkrieg geborenen und über 50 Jahre alten Käuferschicht. Diese "Hausaufgaben" endlich zu lösen, kann der Schlüssel für die erfolgreiche Erschliessung eines lukrativen Käufersegments sein, wie eine im Auftrag der Aduno-Gruppe durchgeführte experimentelle Studie der Gesellschaft für praktische Sozialforschung (gfs) festhält. Im Rahmen der Untersuchung besuchten BabyBoomer und Vertreter der Swing-Generation (Vorkriegsgeneration) Läden im Grossraum Zürich.

Die BabyBoomer sind bereits heute das kaufkräftigste und am stärksten wachsende Kundensegment im westeuropäischen Markt – Tendenz stark steigend. Diese Käufergruppe ist anspruchsvoll und legt beispielsweise Wert auf eine tadellose Qualität der Produkte, aber auch auf eine gepflegte Erscheinung des Personals und -- als wichtige Erkenntnis der Aduno-Gruppe-Studie -- Authenzität in der Raumgestaltung des Point Of Sale. Unter anderem versetzen genau diese Faktoren, die BabyBoomer in eine konsumfreudige Stimmung.

Negative Faktoren schrecken BabyBoomer vor Kauf ab

Geld ist sowohl bei den BabyBommern wie auch bei der Swing-Generation in genügenden Mengen vorhanden. Ist aber die Swing-Generation, so die Studie, beispielsweise auf die Preise fixiert, sind es bei den BabyBoomern in der Regel Markennamen, die zum Kaufen animieren. Zudem erhält ein bis anhin gering beachteter Faktor gar eine strategische Bedeutung: die Gestaltung der Verkaufsräume. Allgemein gesehen müssen Störungen unbedingt vermieden werden. BabyBoomer verzeihen nicht, sie reagieren mit Kaufverweigerung. Entsprechend sensibel reagieren sie auf unfreundliches Personal oder schlecht präsentierte Ware.