Unter dem Titel "schau genau!" hat die Stadt Zürich diese Woche eine Kampagne gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im Internet gestartet. Damit sollen auch die Eltern über die Gefahren im Netz informiert werden.
"Das Internet ist nicht böse, es wird erst durch den schlechten Gebrauch böse", sagte Rolf Nägeli, Leiter der Kinderschutzgruppe der Stadtpolizei Zürich, am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Kinder und Jugendliche seien in Chats täglich der Gefahr der sexuellen Ausbeutung durch Pädokriminelle ausgesetzt.
Um auf die Gefahren im Netz aufzuzeigen, lanciert Zürich darum als erste Schweizer Stadt eine breit angelegte Kampagne. Seit Anfang Woche hängen in der Limmatstadt Plakate, auf denen Personen mit Masken zu sehen sind -- dazu steht etwa: " bisch au vo züri? weläs girl i mim alter wett mit mir chättä?" Neben Plakaten umfasst die Kampagne auch Broschüren mit Regeln "sicher im Chat!" für Kinder und Jugendliche sowie Unterrichtsmaterial.
"schau genau!" soll die 26'000 Schülerinnen und Schüler der Stadt Zürich erreichen. An Elternabenden und Workshops sollen auch die Eltern informiert werden. Eltern seien oft ahnungslos, was für Gefahren das Internet berge, sagte Maurer weiter. Die Stadtzürcher Kampagne dauert vier Monate und soll im Herbst wiederholt werden. Zürich investiert knapp eine Million Franken in "schau genau!". (sda/per)