Kampf um Währungsgewinne

Coop - Verlangt von Lieferanten rückwirkend Millionenbeträge.

Coop fordert von zahlreichen Lieferanten rückwirkend die Herausgabe von Währungsgewinnen, wie die Zeitung "Der Sonntag" berichtet. Der Zeitung seien Fälle bekannt, bei denen Coop rückwirkend Zahlungen in Millionenhöhe verlangt. Eine Coop-Sprecherin bestätigt: "Es gibt Lieferanten, welche ihre Währungsvorteile über Monate hinweg nicht weitergegeben haben. In diesen Fällen fordern wir rückwirkend eine finanzielle Entschädigung." Auch Anastasia Li, Direktorin des Markenherstellerverbands Promarca, hat laut "Sonntag" Kenntnis von solchen Fällen. Sie betont aber, "dass diese rückwirkenden Forderungen ohne Rechtsgrund erfolgen und daher unzulässig sind." Coop streitet dies nicht ab: "Eine Rechnung können wir nicht stellen, doch zählen wir auf das richtige Verhalten unserer Partner." Noch niemand habe bisher die gesamte Summe bezahlt. Jeden Franken, den man aber erhalte, investiere man sofort in Preisaktionen.