Kantone befürworten Reorganisation

Landeswerbung - Bündner Regierung gegen Zusammenlegung.

Künftig soll nur noch eine Organisation die Werbung für die Schweiz im Ausland koordinieren. Diese Meinung vertritt die Thurgauer Regierung in ihrer Vernehmlassung zuhanden des Bundes. Der Thurgauer Regierungsrat schliesst sich damit der Stellungnahme der Konferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) vollumfänglich an.

Die Bündner Regierung befürwortet die Reorganisation der Landeswerbung und der Aussenwirtschaftsstrukturen beim Bund ebenfalls. Die Zusammenlegung von Location Switzerland mit Schweiz Tourismus und Präsenz Schweiz lehnt sie aber ab. Location Switzerland, welche für den Unternehmensstandort Schweiz werbe, sei in eine Gesellschaft für Aussenwirtschaft einzugliedern, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Gegen die Zusammenführung von Schweiz Tourismus und Präsenz Schweiz hat sie nichts einzuwenden.

Um die Markenführung und Kooperation sicherzustellen, müssen die zwei Säulen Aussenwirtschaft und Landeswerbung nach Meinung der Bündner Regierung unter ein Dach gestellt werden. Weiter verlangt sie, dass die Gelder für den Tourismus nicht gekürzt werden. Das Ziel der Reorganisation dürfe nicht das Sparen sein, sondern eine möglichst effiziente Landeswerbung.

Der Bundesrat prüft derzeit eine neue Organisation für die Landeswerbung. Bisher wurden die Aufgaben im Kernbereich der Landeswerbung von zwei Verwaltungseinheiten und einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft wahrgenommen. Diese sollen nun zusammengelegt werden.

Der Entwurf zu einem Bundesgesetz über die Landeswerbung sieht die Schaffung einer öffentlich-rechtlichen Anstalt und die Grundfinanzierung der Landeswerbung über Finanzhilfen des Bundes vor. Die VDK findet, eine starke, verbindliche Marke "Schweiz" sei erforderlich. Sie schlägt deshalb vor, die beiden Organisationen "Location Switzerland" und "OSEC Business Network Switzerland" zusammenzulegen. Gleichzeitig fordert sie, der Bund solle die Mittel für die Standortpromotion massiv aufstocken.