JobCloud, das Unternehmen hinter den Jobportalen jobs.ch und jobup.ch, hat einen Social Film veröffentlicht. Darin begibt sich ein menschlicher Bewerber in die Arbeitswelt des Jahres 2050, in der KI und Roboter zum Alltag gehören. Realisiert hat den Film Patrick «Karpi» Karpiczenko. Damit erweitert der Komiker und KI-Experte sozusagen seine Republik-Kolumne «Karpis Vakanzen». Darin verbindet er Comedy mit Zukunftsszenarien zum Arbeitsmarkt. Die Kampagne entwickelte June Corporate Communications, wie dieser mitteilt.
Der Film zeigt keine dystopische Zukunftsvision, sondern eine Arbeitswelt, in der Menschen die Hauptrolle spielen. Er folge laut Mitteilung dem Prinzip der «Humoronie», einem vom Autor Maik Hosang geprägten Begriff, der Humor und Ironie verbindet: Herausforderungen werden ernst genommen, ohne in Pessimismus zu verharren.
Realaufnahmen als Grundlage
Für die Umsetzung wurden Aufnahmen des Darstellers Fidan Wyder mit KI-generierten Figuren und Umgebungen sowie klassischen visuellen Effekten kombiniert.
Zum Einsatz kamen proprietäre Anwendungen ebenso wie lokal betriebene Open-Source-Modelle. Für die Bildgenerierung nutzte das Team Nano Banana Pro, ChatGPT Image und Z-Images, für die Generierung und Ergänzung von Bewegtbild Seedance, LTX und Minimax H3. Die KI-Generierung orientierte sich an Performances, die während und nach dem Dreh aufgezeichnet wurden. Damit sollten Timing, Attitüde und Humor der Darstellerinnen und Darsteller auch in den KI-generierten Sequenzen erhalten bleiben. Selbst die Roboter seien von Menschen gespielt worden, sagt Karpiczenko.
Musik vom Menschen
Die Musik komponierte der Schweizer Martin Bezzola eigens für den Film. Im Entwicklungsprozess testete das Produktionsteam auch KI-generierte Varianten. Es entschied sich für Bezzolas Komposition, weil sie Dramaturgie, Humor und emotionale Entwicklung besser unterstütze.
Der Film ist als Social-First-Format konzipiert und wird primär über die Kanäle von Karpiczenko sowie von jobs.ch und jobup.ch verbreitet. Er ist Teil einer mehrstufigen Kampagne rund um das Rebranding von jobs.ch und jobup.ch. Im Frühling hatte JobCloud den ersten jobs.ch KI-Report veröffentlicht, der auf 7,3 Millionen Stelleninseraten und Befragungen von mehr als 3600 Arbeitnehmenden und rund 850 Unternehmen beruht. Demnach sorgen sich 41 Prozent der unter 25-Jährigen, durch KI beruflich an Relevanz zu verlieren. (pd/spo)