Darüber würde sich Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler wohl freuen: "Wir nehmen die Erotikfilme per Ende Woche ganz aus dem Sortiment", sagt Andrea Schindler, Sprecherin der Migros-Tochter Migrolino in der Zeitung "Sonntag". Migrolino reagiert damit auf die sinkenden Umsatzzahlen mit den Schmuddelfilmen, die stark unter der Internetkonkurrenz leiden. Die Tankstellen- und Bahnhofshop-Betreiberin führte die Schmuddelfilme nur noch in 10 Filialen.
Es sind also nicht unbedingt moralische Gründe, welche Migrolino zu diesem Schritt veranlassen: "Dadurch kann der neu geschaffene Platz mit neuen spannenden und zielgruppengerechten Angeboten belegt werden", sagt Schindler gegenüber dem "Sonntag". Auch die Valora-Kioske verzichten immer häufiger auf Pornofilme. Laut einer Sprecherin werden sie wohl Schritt für Schritt aus den restlichen Filialen verschwinden. Migrolino wurde bereits in der Vergangenheit dafür kritisiert, gegen die Überzeugung Gottlieb Duttweilers Tabak und Alkohol zu verkaufen. Früher gab es diese Artikel nur in den Tochterunternehmen Denner und Globus. Doch der Name Migrolino kommt der Marke Migros offensichtlich sehr nahe.