"Wir haben keine Krise im Schokoladen-Geschäft", sagte Nestlé-Chef Peter Brabeck am Donnerstag in Vevey. Brabeck verteidigte zugleich die eingeschlagene Strategie zur Revitalisierung der Schweizer Traditionsmarke Cailler. Cailler habe sich in den letzten zehn Jahren auf Rückzugskurs befunden. Es sei ganz klar gewesen, dass man dort ein Risiko habe eingehen müssen, sagte Brabeck. Da Cailler 15 Prozent des Schweizgeschäfts ausmache, habe sich das Risiko einer Neulancierung zudem in Grenzen gehalten.
Man habe auch in diesem Jahr weniger verdient mit Cailler als im Vorjahr, sagte Luis Cantarel, Vizedirektor für das Europageschäft, ohne aber Zahlen zu nennen. Als einen Grund für den Rückgang nannte Cantarel die Entscheidung der Discount-Kette Denner, Cailler aus dem Sortiment zu nehmen. Denner reagierte mit dieser Massnahme auf die Preisaufschläge für die aufwändige Verpackung, die vom Stararchitekten Jean Nouvel konzipiert worden war.
Pet-Verpackung bleibt
Brabeck und Cantarel kündigten an, Korrekturen am Cailler-Konzept vornehmen zu wollen, nicht zuletzt auch aufgrund von Kunden-Befragungen. Die Wahl von Pet als Verpackungsmaterial wurde aber nicht in Frage gestellt. Es sei nicht teurer als Aluminium, halte das Produkt sehr gut frisch und belaste die Umwelt nicht. (sda)