Keine weiteren "Coffee & Time"-Bars geplant

Migros - Schweizer Markt zeigt Übersättigung an Kaffeebars.

Der Grossverteiler Migros will seine "Coffee & Time"-Bars in der Deutschschweiz nicht weiter ausbauen. Zur Begründung sagt Presse-Sprecherin Eve Baumann: "Wir sehen in der deutschen Schweiz neben den Migros-Restaurants nicht genug Potenzial für weitere Kaffeebars."

Laut einem Bericht von Cash Daily handle der orange Riese in dieser Hinsicht richtig. Schliesslich zeige eine Liste der geschlossenen Kaffeehäuser in der Schweiz, dass der Markt in Sachen Kaffeebars längst übersättigt sei. Inzwischen wechsle jedes dritte der 2700 Schweizer Cafés jährlich den Inhaber. Häufigster Grund sei die mangelnde Rendite.

Trotz diesen schlechten Omen würden viele Kaffeeketten an ihren Wachstumsplänen festhalten: So plane Coop zu ihren bestehenden vier "Ca'Puccini"-Kaffeebars noch vier weitere im laufenden Jahr zu bauen. Bis 2010 sollen nochmals zwanzig hinzu kommen. Und auch Spettacolo eröffne demnächst zwei neue Filialen.

Filiale in Deutschland geschlossen

Die Migros Basel hat in ihrem Deutschland-Geschäft einen Dämpfer erhalten: Die Filiale in Bad Säckingen wird wegen mangelnder Rentabilität geschlossen. An seinen Expansionsplänen in Deutschland hält der Grossverteiler jedoch fest, berichtet die Nachrichtenagentur SDA.

Der 2001 eröffnete Migros-Markt in Bad Säckingen habe die Erwartungen zu keinem Zeitpunkt erfüllt und sei nie aus den roten Zahlen gekommen, bestätigte ein Sprecher der Genossenschaft Migros Basel am Dienstag Medienberichte. Die Filiale wird deshalb Ende April geschlossen. Die Lokalitäten werden mitsamt den rund 40 Angestellten vom deutschen Lebensmittelhändler Edeka übernommen.