Die SRG-Werbevermarkterin Publisuisse hat die Zusammenarbeit mit der deutschen Inside Media nach zwei Jahren beendet. Die Agentur produziert Unternehmensportraits, die unter anderem im Programm von SF erscheinen. Die Werbevermittlerin mit Sitz in Aschaffenburg hat laut einem Bericht im "Bund" die potenziellen Kunden schlecht informiert. Die Angebote der Inside Media kommen den Kunden teilweise wie eine "Mogelpackung" vor, so der Vizedirektor der Publisuisse, Othmar Stadelmann.
Als Beispiel nennt die Zeitung den Fall eines Berner Chiropraktikers, der von Inside Media per Telefon angegangen wurde. Ob er seine Praxis im Schweizer Fernsehen vorstellen wolle, wurde er gefragt. Es handle sich um eine interessante Sendung. Der Unkostenbeitrag belaufe sich auf 5'300 Euro. Das Portrait werde unter dem Thema "Medizin aktuell" ausgestrahlt. Fakt ist, dass die kurzen Firmenportraits der Inside Media innerhalb der Werbeblöcke des SF gezeigt werden. Zu Beginn eines solchen Spots erscheint das Logo "Medizin aktuell" oder "Wirtschaft aktuell".
Laut Stadelmann ist die Kommunikation der Agentur nicht genug klar. Beim potenziellen Kunden entstehe so der Eindruck, dass der Beitrag in einer Sendung des Schweizer Fernsehens erscheint. Seit drei Wochen würden sich potenzielle Kunden bei der Publisuisse über die Inside Media beschweren, so Stadelmann weiter. Die SRG-Tochter hat nun die Konsequenzen gezogen und nimmt vorläufig keine Aufträge der Werbevermittlerin mehr an.