Kindermagazine geniessen bei Eltern einen weit besseren Ruf als das Fernsehen, was auch für die Werbung interessant sein könnte. Nach einer Studie der Periodical Publishers Association, einer englischen Werbe-Organisation für Magazine, sind Kinderzeitschriften das ideale Medium um die jüngere Generation zu erreichen. Eltern, die Werbung generell nicht ablehnen, bevorzugen Magazine im Vergleich zu anderen Medien. Damit steigt auch die Bedeutung der Zeitschriften für Weber, die Kinder als Zielgruppe ansprechen möchten.
Ein Grund, warum Kindermagazine bei Eltern gern gesehen sind, ist die Hoffnung, dass die Kinder so zum Lesen verführt werden. Zeitschriften seien eine positive Alternative zum Fernsehen, die Eltern ermöglicht, mit den Kindern zusammen zu lesen, so die englische Studie.
Auch in Deutschland wird der Kindermagazin-Markt regelmäßig beobachtet: Im Sommer diesen Jahres wird der Egmont Ehapa Verlag seine jährliche Kids-Verbraucher-Analyse veröffentlichen, in der über 1600 Heranwachsende zwischen sechs und 13 Jahren befragt werden. "Etwa drei Viertel aller befragten Kids lesen regelmässig eines der 36 Magazine, auf die wir uns konzentrieren", sagt Ralf Bauer, Leiter der Marktmediaforschung des Egmont Ehapa Verlags, im pressetext-Interview.
Das zeige die Relevanz von Magazinen recht deutlich, so Bauer. "Wir konnten feststellen, dass die Kinder durchaus auf die nächste Ausgabe einer Zeitschrift warten", meint er. Ihren guten Ruf haben Kindermagazine nicht unverdient: Die Verlage würden sich große Mühe geben, den jungen Lesern ein buntes Programm aus Geschichten, Bildern, Spielen oder Quizfragen zu bieten - auch mit pädagogischem Wert, so Bauer weiter.