Kleiderhersteller will mit Migros zur alten Stärke zurück

Switcher - Marke ist bereits in 113 Filialen präsent.

Zusammen mit der Migros will der für seine nachhaltige und sozialverträgliche Produktion bekannte Kleiderhändler Switcher zurück zum Erfolg, wie die Zeitung "Schweiz am Sonntag" berichtet. 2010 flog Switcher bei Coop aus den Geschäften. Nun wurde man auf der Suche nach einem neuen Grosspartner fündig: bei der Migros. "Vergangenes Jahr begannen wir mit der Partnerschaft und heute sind wir bereits in 113 Filialen präsent", sagt Switcher-Gründer Robin Cornelius. Und: "Wir sind in Gesprächen über neue Verkaufskonzepte in der Migros ab Anfang 2014."

Zudem stellt Switcher seit neustem 600'000 T-Shirts pro Jahr für die deutsche Online-Firma Spreadshirt her. Und in Österreich schaffte man es in 58 Interspar-Filialen. Cornelius ist auf die neuen Partnerschaften angewiesen. Denn zuletzt ging es mit der Firma mit dem gelben Wal als Logo bergab. 2007 hatte Switcher noch über 80 Millionen Franken umgesetzt. Dann bezog Firmengründer Robin Cornelius eine Auszeit. Der Umsatz schrumpfte um die Hälfte. Shops gingen zu. 2010 kehrte Cornelius ins operative Geschäft zurück. "In den letzten drei Jahren bin ich um zehn Jahre gealtert", sagt er in der "Schweiz am Sonntag". Er sei voller Elan an der Front als Exekutivpräsident der Firma tätig, an der er noch 14 Prozent hält. 86 Prozent gehören seinen Partnern, der indischen Prem Group, die für Switcher die Poloshirts, Trainerhosen und Jacken herstellt.

Die Filialen unterzieht Cornelius noch dieses Jahr einem Facelifting: "Wir müssen unsere Artikel attraktiver und übersichtlicher präsentieren, mehr auf die Beratung setzen. So können wir besser erklären, was wir für die Nachhaltigkeit unternehmen. Das haben wir in der Vergangenheit vernachlässigt." Bei den ersten Umbauten sei der Umsatz um bis zu 25 Prozent gestiegen. (Schweiz am Sonntag)