Immer aggressiver, immer raffinierter und penetranter werde die Telefonwerbung, stellen die Konsumentenorganisationen der Schweiz fest. Mit unlauteren Methoden müsse nun Schluss sein. Gefordert wird unter anderem ein Widerrufsrecht von Telefonverträgen.
Es gebe zahlreiche schwarze Schafe, sagte Simonetta Sommaruga, Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz und Ständerätin (SP/BE), gemäss Redetext an einer Medienkonferenz in Bern. An vorderster Front der aggressiven Telefonwerber stünden die Telekommunikationsfirmen Sunrise, Tele 2, Cablecom und Econophone. Auch Krankenkassen seien dabei, so beispielsweise die Groupe Mutuel, Helsana und Swica. Zu den typischen schwarzen Schafen gehöre auch die österreichische Firma "Friedrich Müller". Seit Jahren belästige diese Konsumentinnen und Konsumenten mit falschen Gewinnversprechen am Telefon.
Die Werbeanrufer gingen nicht selten unzimperlich vor. Dass sich die Konsumentinnen und Konsumenten beschwerten, die Anrufer seien unfreundlich und aggressiv, sei nur ein Aspekt. Es sei nötig, die Gesetze zu verschärfen. Von einem durch ein Telefonat abgeschlossenen Vertrag müsse man innert sieben Tagen zurücktreten können. Und die Telefonmarketing-Unternehmen sollen eine Kennziffer übermitteln, an der sie zu erkennen sind. Sie sollen ihre Rufnummer nicht mehr unterdrücken dürfen. (sda)