Das Nationalen Programm Tabak 2008-2012 (NPT) des BAG will die Zahl der tabakbedingten Todes- und Krankheitsfälle in der Schweiz weiter reduzieren. Geplant sind zu diesem Zweck weitere Werbeeinschränkungen. Der Verband Schweizer Werbung (SW) hält solche Massnahmen für ineffizient und unverhältnismässig, wie er in der Stellungnahme erklärt. Einseitige Massnahmen zuungunsten der Plakate müssten als Eingriff in die Marktsituation betrachtet werden.
Werbeverbote führen nach Meinung der SW dazu, dass die Tabakfirmen ihre Marketinganstrengungen auf andere Bereiche verlegen werden. Es sei naiv anzunehmen, die Industrie würde auf Kommunikationsmassnahmen für das legale Produkt verzichten. Das NPT hat zum Ziel, dass die Kantone ihre Bemühungen in Sachen Tabakprävention fortsetzen sollen. Laut Schweizer Werbung ein Fehler: So habe die föderalistische Vorgehensweise gerade im Bereich der Werbeverbote zu einer totalen Rechtsunsicherheit geführt, da kaum jemand mehr den Überblick über bestehende Verbote habe.
Im Weiteren vertritt die SW die Ansicht, dass Werbemittel ein wichtiges Kommunikationsmittel für die Schädlichkeit des Tabakkonsums darstelle. Die Industrie habe Warnaufdrucke auf Plakaten und Inseraten bereits im Jahre 1999 von sich aus lanciert und erfülle somit ein wichtiges Ziel des NPT, das eine erhöhte Kenntnis der Schädlichkeit fordert. Insofern sei Werbung das beste Kommunikationsmittel für die aufklärende Botschaft.