Der Bezahlsender Sky hat für die zweite Staffel der Serie «Tschugger» geworben. Ein kurzer Trailer an den Bahnhöfen Zürich, Bern, Basel, St. Gallen und Luzern sorgt nun bei Eltern aufgrund der gewaltvollen Szenen für Irritation, wie der Tages-Anzeiger schreibt.
Ich finde Tschugger ja super. Aber mit den Werbescreens im Bahnhof darf ich meiner 2-Jährigen nun erklären, wieso da ein Mann die Türe einschlägt und der Frau eine Pistole an den Kopf hält. pic.twitter.com/3ZKxYQSuiW
— Florian Imbach (@zurichlive) September 21, 2022
Der Trailer sei nach den Vorgaben der Schweizerischen Lauterkeitskommission geprüft worden und man sehe keine gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben, die verletzt worden seien, sagt das verantwortliche Vermarktungsunternehmen APG dem Tagi. Ins selbe Horn bläst Sky Schweiz, verantwortlich für die Inhalte des Trailers. Der Bezahlsender bedauert gegenüber der Zeitung, dass der Inhalt in diesem Fall negativ beurteilt worden sei. Man habe ansonsten keine weiteren kritischen Rückmeldungen erfahren. Zudem weist Sky darauf hin, dass die Kampagne mittlerweile planmässig beendet worden ist.
Werbung im öffentlichen Raum sorgt immer wieder für Aufsehen – insbesondere die Plakatstellen an den grossen Bahnhöfen sind umstritten. Gemäss einem Bundesgerichtsurteil von 2012 sind Plakate an Bahnhöfen zu zeigen, solange keine einschlägigen Normen der Meinungsfreiheit verletzt werden. Darauf verweist auch ein SBB-Sprecher auf Anfrage vom Tages-Anzeiger im aktuellen «Tschugger»-Fall. (wid)