Die Situation mit wenigen, aber grossen Händlern ist schlecht für die Innovationstätigkeit von Markenherstellern im Konsumgüterbereich. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Universität St. Gallen (HSG), wie "Der Sonntag" berichtet. Auftraggeberin ist der Markenartikelverband Promarca, zu dem Mitglieder gehören wie Coca-Cola, Emmi, Victorinox oder Nestlé. Die Studie sei aber neutral und wissenschaftlich, heisst es bei der HSG. Die Universität befragte 379 Markenhersteller und 1'098 Konsumenten in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Dabei kommt sie zum Schluss, dass es um die Innovativität in der Schweiz für Markenhersteller schlechter bestellt sei als in Österreich, dafür in etwa gleich wie in Deutschland.
In der Schweiz sei es insbesondere schwierig, ein neues Produkt zu lancieren, weil die Händler oft zu wenig Zeit geben würden, damit sich das Produkt im Regal etablieren kann. Es brauche daher eine "Verbesserung der strukturellen Bedingungen", um die Innovativität der Markenhersteller zu erhöhen. Als Beispiel wird die Dominanz von wenigen, aber grossen Händlern genannt – also Coop und Migros, die rund die Hälfte des Detailhandels für sich beanspruchen. Somit würden vielen Herstellern Ausweichmöglichkeiten für die Lancierung von Innovationen fehlen, so die Studie. (Sonntag)

