Das Schaukelpferd von Franz Carl Weber wird in der Schweiz wieder mehr zu sehen sein: Die französische Ludendo-Gruppe will die serbelnde Marke des Schweizer Spielwarenhändlers aufwerten und das Filialnetz bis in fünf Jahren mehr als verdoppeln.
Das Ziel sei "mehr Franz Carl Weber denn je", sagte Jean-Michel Grunberg, Präsident der Ludendo-Gruppe, die Anfang Juli Franz Carl Weber (FCW) von Denner übernommen hatte, am Mittwoch in Bern. Die Marke FCW, die dieses Jahr auf eine 125-jährige Geschichte zurückblicken könne, solle wieder in den Vordergrund rücken.
In den nächsten fünf Jahren sollen in der Schweiz 20 Filialen entstehen, bereits für 2007 sind 1 bis 2 neue Geschäfte geplant. Die Ladenfläche wird von 400 auf 1500 Quadratmeter vergrössert. Dabei bewege sich FCW in "mittlerer bis oberer Preislage", sagte der 47-Jährige an einer Medienkonferenz anlässlich der Berner Spielwarenmesse "Swiss Toy".
Unter dem Denner-Dach fristete FCW ein Mauerblümchendasein. Von einst über 50 Filialen sind nur noch 9 übrig. Denner begründete die Radikalkur mit mangelnder Profitabilität der Läden. Im vergangenen Jahr erzielte FCW noch rund 40 Mio. Fr. Umsatz nach 43,3 Mio. Fr. im Jahr 2004.
Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit
Nun will Ludendo FCW rasch wieder auf Kurs bringen, unter anderem mit Animationen in den Läden und verstärkter Öffentlichkeitsarbeit. "Die FCW-Läden sollen für Kinder und Eltern Treffpunkt sein", sagte Grunberg. Mit dem Spielwaren Verband Schweiz erarbeitet Ludendo zudem eine Kampagne "Spielen und Lernen" beziehungsweise "Spielzeug in der Kindererziehung".