Mafia Wars wirbt mit Falschgeld

USA - Marketing-Kampagne erzürnt Anwalt von San Francisco.

Die neue Marketing-Kampagne zu dem Spiel "Mafia Wars - Las Vegas" sorgt für Aufregung. 25'000 falsche Dollarnoten mit einem Link zur Mafia-Wars-Webseite lagen auf den Gehwegen in San Francisco verstreut. Der Anwalt der Stadt will nun eingreifen und rechtliche Schritte prüfen. "Die Anwaltschaft nimmt Verstösse wie diese sehr ernst und beabsichtigt, alle verfügbaren Klagen gegen Zynga und die illegalen Marketing-Attacken aggressiv zu verfolgen", so Deputy City Attorney Alex Tse in einem Brief.

"Würde man diese Situation aufs österreichische Recht ummünzen, so könnte man eine einstweilige Verfügung oder eine Unterlassung bewirken", sagt ein mit dem Thema vertrauter Rechtsexperte. Weiters könnte die Kampagne auch wettbewerbsrechtliche Massnahmen betreffen. "Das Unternehmen bedient sich Methoden, die mit dem Wettbewerbsrecht nicht im Einklang stehen. Das müsse nach amerikanischem Recht geprüft werden", weiss der Fachmann.

Tse bittet darum, dass Zynga der Stadt alle Informationen über die Art und den Umfang der Kampagne gibt, die die Gehwege in San Francisco betreffen. Ausserdem soll der Macher von Farmville alle Parteien, die für die Werbung verantwortlich sind, identifizieren und der Millionenmetropole einen Vorschlag bieten, um das Problem vollständig zu lösen.

Die Kampagne wurde von der Agentur Davis Elen Advertising organisiert, die in einem Statement mitteilt: "Wir übernehmen die volle Verantwortung für dieses Programm und bedauern jegliche Unannehmlichkeiten, die diese Werbung bei der Stadt und ihren Einwohnern verursacht hat. Wir sind dabei, mit San Francisco an einer Lösung des Problems zu arbeiten." (pte)