Markenkult auf die Spitze getrieben

koeder - Anonymer Urheber vermarktet den "sündengrauen Hecht".

Ist es Kunst, Kapitalismuskritik, oder ein ernsthaftes Marketing-Projekt? Ungewöhnliches mit Namen "koeder" hat heute die "persoenlich.com"-Redaktion errreicht. Es geht um die Frage: Kann man den Markenkult derart auf die Spitze treiben, dass die Konsumenten nur die Marke allein, ohne das Produkt, kaufen?

Um eine Antwort zu finden, wird bei koeder das Logo die Marke. Es wurde ein Sujet entwickelt, das einen Hecht in stilisierter Form zeigt. Die Schablone zum Logo kann auf der Website von koeder heruntergeladen werden und darf von jedermann benutzt werden.

Gemäss Bieler Tagblatt, geht es dem Projekt-Initianten darum, eine stetige Aufmerksamkeitssteigerung zu erzielen. Der Urheber des Projektes will anonym bleiben. "Der Name tut nichts zur Sache“, meint er gegenüber dem Bieler Tagblatt. Bekannt ist nur, dass er 29 Jahre alt ist und als Jurist beim Zürcher Verkehrsverbund arbeitet.

Der Urheber sprayt auf Anfrage das Logo auf Hauswände, Fenster, Türen. Er will dafür kein Geld, sondern pro gespraytes Logo eine zweite, öffentlichkeitswirksame Anbringungsmöglichkeit, etwa ein Auto. So steige die Wahrnehmung und mit ihr die Nachfrage. Das Ziel ist die Wertsteigerung der Marke im Sinne immer exklusiverer Applikationen. Trotz Anfragen hat der Urheber noch keine Absichten, das Logo an ein Unternehmen zu verkaufen. Er will die Marke in Ruhe über mehrere Jahre aufbauen.