Wie kommerzielle Unternehmensmarken und Personenmarken können auch fiktive Helden starke und wertvolle Marken sein. Diese seien Vorbilder, repräsentieren Lifestyles und seien schliesslich in der Lage, das Konsumentenverhalten zu beeinflussen. Kinobesucher, welche gerade einen James Bond-Film gesehen haben, marschieren beim Verlassen des Kinos beispielsweise oft selbstbewusster los, schreibt BV4, eine Bewertungsunternehmung für immaterielle Vermögensgüter, in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Abstrahlung des heroischen (Frauen-)Helds und der Marke "James Bond" funktioniere.
Wie erfolgreiche kommerzielle Marken, habe sich auch die James-Bond-Marke mit allerlei positiven Assoziationen in den Köpfen der Konsumenten etabliert. Einen Martini ("shaken, not stirred"), massgeschneiderte Smoking-Anzüge, schnelle Sportwagen, schöne Frauen und böse Mächte werden unmittelbar mit der Marke assoziiert. Sogar eine simple dreistellige Zahl verbinde man umgehend mit dem Agenten: 007.
Die Stärke und der Wert dieser Marke wird laut BV4 auf einen Wert von rund 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Macher der James-Bond-Filme haben es geschafft, die Figur und demnach die Marke über die Jahre hinweg konsistent darzustellen und zu vermarkten. Genau wie starke, traditionsreiche Marken, sei die James-Bond-Marke aber auch den gesellschaftlichen Gegebenheiten und den sich verändernden Bedürfnissen angepasst worden.
Viele andere Marken wollen sich zusammen mit James Bond in Szene setzen, um vom starken Image dieser zu profitieren: Im Rahmen von zahlreichen Product-Placements - wie beispielsweise der Marken Aston Martin oder Omega - seien Einnahmen generiert worden, welche schliesslich auch in den monetären Wert der Marke einzahlen. Im neusten Bond-Streifen "Skyfall" werden Einnahmen aus Product-Placement von über 45 Millionen US-Dollar generiert.
Die Erfolgsgeschichte der Marke James Bond scheine noch lange nicht zu Ende zu sein. Wie vor jeder Premiere sei der Hype um James Bond gross, was sich laut BV4 schliesslich auch auf den Markenwert positiv auswirken werde. (pd)

